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Jean Grae

Jean Grae

Es gibt ein Phänomen im HipHop, das ich gerne als „Jean-Grae-Phänomen“ bezeichne. Es bedeutet, ein grundsolides bis sehr gutes Album mit einem einzigen Feature-Gastauftritt völlig in den Schatten zu stellen. So geschah es bei Jean Graes Featureparts unter anderem auf Alben von Pharoahe Monch („Assassins“ auf „W.A.R.“) und Talib Kweli („Uh oh“ auf „Gutter Rainbows“). Die Rapperin, Schauspielerin und Comedian ist eine der größten Lyricists und Bühnenpersönlichkeiten unserer Zeit und dabei eine der underratetsten Künstler*innen überhaupt. Sechs Studioalben (darunter Collabo-LPs mit Quelle Chris, Blue Sky Black Death und 9th Wonder) sowie mehr EPs und Mixtapes als auf deine Handy-SD-Karte passen stehen in ihrer Diskografie. Inzwischen macht die Independent-Künstlerin auch ihre Videos selbst, was ihre Musik zu skurril-sperrigen, aber einfach großartigen Gesamtkunstwerken macht. „You know what? I need that Grammy. I think I might be able to stop after that”, wird Jean Grae zitiert. Den Grammy hat sie mehr als verdient – aufhören soll sie aber bitte niemals!

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