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Maluca

Maluca

Die US-amerikanische Künstlerin Maluca hat viele Geschwister: Bachata, Cumbia, Merengue, Mambo, HipHop und House dröhnten durch die Boxen ihres Vaters, als sie noch ein kleines Kind war. Aus dieser Zeit stammt auch ihr Künstlerinnenname Maluca. Die Abwandlung der spanischen Bezeichnung für „böses Mädchen“ galt schon früh als passender Spitzname für die aufmüpfige Natalie Ann Yepez: „My tio Carlito called me this as a child cause I was always getting into trouble and I was a real sassy ‚lil thang“, erzählt sie im Interview mit dem Wayback Magazine

Malucas Vater legte in den 70er und 80er Jahren als DJ in New Yorker Clubs auf und arbeitete mit dem Musiklabel Delicious Vinyl zusammen. Er offenbarte ihr die große Welt der Musik und erwies sich damit wohl als große Inspiration für Malucas diversen Output. Als Backup-Sängerin für die Rock-Band The Bowey Riots fand sie den Zugang, selbst als Sängerin aktiv zu werden. Beim Genre wollte sich Maluca jedoch keine Grenzen setzen. Der Durchbruch für eine professionelle Musikerinnenkarriere gelang ihr, nachdem das Label Mad Decent aus L.A. bei einer Karaoke-Performance auf sie aufmerksam wurde. 2009 veröffentlichte sie dort ihre erste Remix-EP „El Tigeraso“, welche sie mit den wunderschönen Worten „experimental tropical punk, ghetto tech and hip house“ beschreibt. Damit trifft sie es sehr gut auf den Punkt. 

Bei Maluca gleicht kein Song dem anderen. Gemeinsamkeiten finden sich lediglich im extrovertierten Gesang und hyperaktiven Sounddesign. Auf „El Tigeraso“ spittet sie konzentrierte Rap-Lines über einen technoiden Beat, den frische Merengue-Melodien auffangen. Diese Grundzutaten aus Rap, House und lateinamerikanischer Musik ziehen sich als roter Faden durch Malucas Tracks. Auf der 2019 veröffentlichten Single „NYC Baby“ stockt sie ihre Genre-Repertoire sogar noch um 90er Rave-Techno auf. So wirr das alles klingen mag, klingt es einfach nur fantastisch – nach Sommer, nach Freunden, nach verschwitzten Körpern im Rauch. Nur eine Sache ist bedauernswert: Mit ihrem Output scheint sich Maluca auf Qualität statt Quantität zu berufen. Es braucht einfach mehr von dieser genialen Künstlerin.

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Maluca – Mala (Musikvideo)

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