Über „365 Female* MCs“

Ende 2018 startete Musikpromoterin, Journalistin und DJ Mona Lina aka Lina Burghausen auf ihrem Blog www.mona-lina.de eine für ein Jahr angelegte Blogreihe, die ein für alle Mal zeigen sollte, dass Frauen im HipHop keine Randnotiz sind. 365 Rapperinnen* wurden über ein Jahr lang vorgestellt – eine für jeden Tag. Diese Idee schlug Wellen: Zahlreiche Medien berichteten über „365 Female* MCs“, die zwölfteilige Reihe wurde hundertfach durchs Internet geteilt und schließlich mit dem International Music Journalism Award in der Kategorie „Beste musikjournalistische Arbeit unter 30 Jahren“ ausgezeichnet.

„Wenn kleine Gespräche, Diskussionen und Texte ein Nadelstich waren, dann war Lina Burghausens „365 Female MCs“ ein verdammter Aderlass, denn was sie damit geleistet hat, ist nicht weniger als ein ganzes ekeliges Narrativ plattzuwalzen. ‚Rapperinnen? Klar, fände ich ja cool, aber gibt doch fast gar keine‘ ist nun nie wieder eine Ausrede für wen auch immer, der einfach zu faul war, sich der bunten und diversen Wirklichkeit zu stellen,“ schreibt das Online-Magazin laut.de über das Projekt.

Mit dieser Welle an positiver Resonanz und einer Datenbank mit mehr als 2.000 Rapperinnen* aus aller Welt ausgestattet, stand schnell fest, dass es weitergehen soll. Und nun sind wir hier: 365 Female* MCs ist zu einem eigenen kleinen Magazin geworden, umgesetzt von einem großartigen Team aus freien Autor*innen und Illustratorinnen.

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Redaktion

Lina Burghausen

Chefredakteurin

„Me again, allow me to pick up where I left off”: Ich bin Lina, Musikpromoterin, Autorin, A&R, DJ und Initiatorin von “365 Female* MCs” – der Blogreihe, die durch diese Seite ihr Comeback erlebt. Im Jahr 1999 im oft nicht allzu beschaulichen Dessau – ich war neun Jahre alt – flogen mir erstmalig Beats und Bars von Run DMC um die Ohren. Das war der Anfang meiner bis heute nicht endenden innigen Liebe zu HipHop. In meinen Teenager-Jahren wühlte ich mich durch die halbe Rap-Weltgeschichte und schrieb meine Meinung zu ebenjener in diverse Internetforen, ehe ich mit 18 Jahren die Chefredaktion des kleinen Non-Profit-HipHop-Magazins RapSpot.de übernahm. Neben meinem Studium in Hannover, Leipzig und Ravensburg, diversen Praktika und Jobs bei Tageszeitungen, PR-Büros, Start-up-Awards und studiVZ (keine Pointe) sowie einer leidenschaftlichen „Karriere“ als Brautmodel (ebenfalls keine Pointe) führte ich also über 100 Interviews, schrieb noch mehr Reviews und Features und verbrachte vermutlich mehrere Wochen in MSN-Gruppenchats. Ende 2013 bekam ich einen Anruf von einem meiner Lieblingsrapper: Donato fragte mich, ob ich seine PR machen würde. Ehe ich es mich versah, war ich Chefin meiner eigenen kleinen PR-Agentur Mona Lina, die ich bis heute mit zwei phantastischen freien Mitarbeiterinnen betreibe. Der Journalismus ließ mich aber nie so ganz los, und so war er für mich die perfekte Waffe, um mich gegen den nervtötenden Sexismus und das anhaltende Belittling von Frauen* in der Szene zur Wehr zu setzen – das war die Geburtsstunde von „365 Female* MCs“. Durch die im November gestartete Blogreihe entdeckte ich Rapperinnen* aus allen Teilen der Welt, was sich inzwischen auch auf meine DJ-Sets auswirkt. Außerdem suche ich seit Februar 2020 die Dopesten von ihnen für das Label 365XX aus, ein Sublabel von [PIAS], für das ich als A&R tätig bin. Wenn ich nicht irgendwas mit HipHop und Medien mache, ziehe ich aus, um die Welt zu erkunden, gehe wandern, meditiere oder esse Eis. All das wahlweise mit meinen Herzensmenschen und dort, wo es ein Meer gibt.

Ambra Ihme

Autorin

Aufgewachsen bin ich in Süddeutschland, zwischen Freiburg und Karlsruhe. Als kleines Mädchen hörte ich aus dem Zimmer meines großen Bruders u.a. Beginner, Freundeskreis, oder Dynamite Deluxe. In dieser Wohnung, gefüllt mit Ende 1990er-Jahre Deutschrap-Vibes, begann mein Interesse an Rap und der HipHop-Kultur. Seitdem prägt diese Musik und Kultur mich und mein Leben mit allen Facetten. So bin ich in Lüneburg an der Leuphana gelandet und studiere dort seit 2017 Popular Music Studies und Kulturwissenschaften mit Fokus auf auditiver Kultur. Wenn ich nicht gerade studiere oder (trampend) durch Europa reise, trifft man mich das ganze Jahr über auf Konzerten, in Clubs und auf Festivals tanzend oder Becher sammelnd. Denn seit 2015 bin ich bei Viva Con Agua aktiv, einer Organisation, die sich weltweit für Zugang zu sauberem Trinkwasser und WASH- (Wasser, Sanitär und Hygiene) Projekte einsetzt. Wenn dann mal Ruhezeit angesagt ist, beschäftige ich mich kreativ, erweitere meinen Pflanzendschungel, stöbere durch Plattenläden oder sitze lesend in der Sonne und sippe Cappuccino. Leider gab es in der Zeit, als ich voll in Rap eingetaucht bin, in meiner Wahrnehmung kaum weibliche* MCs oder Vorbilder im Rap-Bussiness. Als junger Mensch ist mir dies nicht bewusst aufgefallen, aber über die Jahre rückte mir diese Ungleichheit immer stärker ins Bewusstsein. Umso glücklicher bin ich, dass es heute mehr und mehr erfolgreiche Rapperinnen gibt und ich täglich neue Akteurinnen* im HipHop-Kosmos entdecken kann. Es liegt mir einfach sehr am Herzen, diese - noch immer - männerdominierte Rapwelt zu verändern und aufzumischen. Insofern möchte ich meine Liebe und Begeisterung für Rap und Kultur gerne weitergeben und gleichzeitig all die großartigen, starken und wundervollen Frauen*, die noch viel zu wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung bekommen, unterstützen. Besonders glücklich bin ich deshalb über diese großartige Blogreihe, und stolz, dass ich nun ein Teil davon sein darf. Peace out mit Sampa The Great’s Worten: „Introduce the nation to embracing what is factual/ Feminine energy almost mathematical/ You can’t really sum up what is infinite and valuable/ Feminine energy, balance up the indestructible“.

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Carlotta Schlomann

Autorin

Ich bin Carlotta und gebürtig aus einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt, die wenig mit HipHop, aber viel mit Thermen und Herzoperationen zu tun hat. Zurzeit studiere ich Medienmanagement in Hannover, doch die Musik (und das Schreiben über Musik) ist tief in meinem Leben verankert. Als Kind wurde ich mit Rammstein und den Ärzten erzogen, doch später kristallisierte sich dann meine Liebe zum HipHop heraus. In frühen Teenagerzeiten habe ich mit dem Schreiben angefangen, anfangs nur für mich. Jetzt darf ich jedoch dieses wundervolle Projekt unterstützen.

Carmen Schmidt

Autorin

Hello, ich bin Carmen und aufgewachsen in einem kleinen Dorf in Baden-Württemberg, das vielleicht der*die ein oder andere von dem Happiness Festival kennt. Dieses kleine (aber meiner Meinung nach wunderschöne) Festival machte mich mit der HipHop-Welt vertraut, die mich bis heute begeistert. Mittlerweile sind HipHop, Konzerte und Festivals ein fester – und wahrscheinlich auch mein liebster – Teil meines Lebens. Nach meinem Bachelorabschluss in Kommunikationswissenschaft beschloss ich, mein Studium mit meiner Liebe zur (Live-)Musik zu verbinden. Nun lebe ich in Hannover, studiere Medien und Musik im Master und freue mich sehr, Teil dieses Projekts zu sein!

Christina Bakaj

Autorin

Meine Name ist Christina, ich lebe im Ruhrpott, komme ursprünglich aber aus dem weit entfernten, eiskalten Sibirien. Momentan beende ich mein (Nebenbei/Langezeit-)Studium in Kultur- und Geisteswissenschaften. Zusammen mit meiner Freundin und Kollegin Dr. Sina Nitzsche organisiere ich die ‚HipHop Summer School Ruhr‘ für Kids in Dortmund und beteilige mich als Coach in europäischen Austauschprojekten und Seminaren zum Thema HipHop Kultur. Als Gründungsmitglied des ‚European Hiphop Studies Networks‘ liegt mein theoretisches Interesse im transnationalen Austausch von facettenreichen, interdisziplinären Forschungsergebnisse innerhalb der HipHop Studies. In der Praxis ist HipHop mehr für mich als ein Forschungsfeld oder Musikgenre, denn „egal woher du kommst, HipHop gibt dir Asyl, HipHop gibt dir ein Ziel und macht deine Ideen mobil.“ – Cora E.

Dani Fromm

Autorin

Djamila Chastukhina

Autorin

Ich heiße Djamila, komme gebürtig aus Russland, aber fühle mich im Ruhrpott daheim. Aktuell studiere ich Medienwissenschaften an der Universität Paderborn und schreibe nebenbei so viel ich kann, meist nur für mich und nun auch hier. Ich habe bereits sehr früh angefangen, mich mit weiblichen Künstlerinnen auseinanderzusetzen, da ich mich als Kind schon nach weiblichen Vorbildern gesehnt habe. Durch das Leben zwischen der Russischen, Kongolesischen und Deutschen Kultur und durch das Aufwachsen mit drei verschiedenen Sprachen habe ich ebenfalls eine Vorliebe für internationale Künstler*innen entwickelt. Umso mehr freue ich mich daher darüber, das Team von 365 Female MCs unterstützen zu können!

Elena Scheerer

Autorin

Ich heiße Elena und bin freie Autorin - aktuell beim Tagesspiegel und beim WDR COSMO Podcast Machiavelli. Nebenberuflich tue ich so, als würde ich endlich meine Masterarbeit in Politikwissenschaft schreiben. An der Uni arbeite ich vor allem zu ostasiatischer Politik, als freie Autorin hauptsächlich zu Rap, Politik, Digitalisierung und Popkultur. Diese eher bunte Mischung spiegelt ganz gut meine Biographie wieder: Ich habe Englisch, Politik und Ostasienwissenschaften mit China Fokus studiert, habe in Niedersachsen, Singapur, Accra, Peking, Darmstadt, Hannover, Taipeh und Hamburg gelebt und bei NGOs, einer Fischbrötchenbude, an der Uni, beim Radio und im Eventmanagement gearbeitet. Ich bin ziemlich schnell zu begeistern und grabe mich dann Hals über Kopf in eine Sache ein. Klar gibt es auch einige Themen, die mir längerfristig am Herzen liegen. Bei 365 female* MCs kommen mit HipHop und intersektionellem Feminismus zwei davon zusammen.

Jessie Schmidt

Autorin

Lebt und arbeitet als Musik- und Lifestyle-Journalistin in Berlin. " Hab nichts getan, was eine Ehre verletzt. Meinen Arsch nie verkauft, genau so wenig wie jetzt. Ich sag was ich will, hab mich daran gewöhnt und diese Freiheit scheint mir mehr als wunderschön". (Tice "Ich bin so")

Johanna

Autorin

„Wieso hast du Illmatic auf deinem Rucksack stehen – den kannst du doch gar nicht kennen?!“ – war mein erster Berührungspunkt mit dem Thema, female* Rapfans und Frauen* im HipHop generell. Heute offenbare ich Hörempfehlungen zwar nicht mehr mit Edding auf Eastpak´s geschmiert und reagiere sicher anders als mit einem verschüchterten „Doch, kenne ich schon,“ aber die Thematik beschäftigt mich nach wie vor. Neben dem Aufsaugen von allem was so in der Bubble stattfindet, ist die Auseinandersetzung mit Heteronormativität und Sexismus im Rap nach wie vor omnipräsent. Irgendwann habe ich aufgehört nur passiv zu konsumieren und angefangen, durch ein bisschen Auflegen und zahlreiche Diskussionen in diversen Rap-Foren meine two cents dazuzugeben. Auf diversen Festivals hat sich dann eine weitere Liebe entwickelt – die für Beats und Produktionen. So dürfen J.Lamotta oder TOKiMONSTA in keiner Playlist und keinem DJ-Set fehlen. Deshalb freue ich mich umso mehr, Teil des 365 Female* MCs Teams sein zu dürfen und mich dort mit den vielen Frauen* aus der bunten Welt des HipHops beschäftigen zu können. Abseits der Musik arbeite ich bei einer Menschenrechtsorganisation der Geflüchtetensolidarität in Bayern. Wenn ich nicht in Battlerap-Foren schimpfe, findet ihr mich wie ich über einem Urteil zum Asylrecht grüble oder Pläne schmiede, wie wir Horst Seehofer endlich loswerden können.

Jola

Autorin

In Polen geboren, in Bremerhaven aufgewachsen und ein absolutes MTV Kind. Ich liebte die Charts, kannte alle Videoclips und konnte jeden Song anhand der ersten 5 Sekunden erkennen. Mit 16 hatte ich dann das Glück ein Jahr in den USA (Indiana) verbringen zu dürfen. Dort erst habe ich mich in US Rap verliebt. Ich war also eine richtige Spätsünderin, aber die Liebe war echt und ist beständig. Prägender Song war damals auf jeden Fall „Bossy“ von Kelis. Nach dem Abi habe ich dann eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing gemacht, später den Job aber an den Nagel gehängt. Mein Gehirn war hungrig, weswegen ich studieren gegangen bin, und zwar Materielle Kultur: Textil und Gender Studies (Oldenburg). Im anschließenden Master „Integrated Media“ habe ich immer wieder die Nähe zur populären Musik gesucht – bis ich irgendwann eine AG zum Thema „Visual Album“ und ein Symposium zu Beyoncés „Lemonade“ geleitet habe. Nebenher habe ich immer mehr mit der Radiobranche geflirtet, wo ich dann auch gelandet bin. Heute bin ich Musikredakteurin bei Bremen NEXT und darf mich jeden Tag mit Charts, neuen Artists und Trends beschäftigen. Mein MTV Herz hüpft! Aktuell flirte aber auch ein bisschen mit der Tätigkeit als Autorin und freue mich vor allem englischsprachige Künstler:innen näher kennenzulernen und hier vorstellen zu dürfen.

Kim Schibilla

Autorin

Bei uns Zuhause liefen früher die Fantastischen Vier und in der 5. Klasse habe ich meiner besten Freundin gebeichtet, dass ich Eminem mag. Das war peinlich, denn damals haben wir hauptsächlich Atomic Kitten und Sarah Connor gehört. Und viel näher bin ich HipHop dann auch eine ganze Weile nicht gekommen, stattdessen bin ich eine ganz und gar ungerockte äh -rappte Journalistin geworden, hab nach meinem Literaturstudium in Bonn bei Focus Online mein Volontariat gemacht und über Politik oder den Bachelor in Paradise geschrieben. Inzwischen bin ich beim Fernsehen und mache Dokus und auch mein Musikgeschmack hat sich gemacht. Nur, dass in meinem Mix der Woche meistens männliche Rapper auftauchen. Obwohl ich doch feministische Sticker auf meinem Laptop kleben habe und Margarete Stokowski gelesen hab. Dass das nicht angehen kann ist klar, also lasst uns doch gemeinsam ein paar Künstlerinnen entdecken. In dem Sinne: Mein Zustand bleibt immer mangelhaft, wie meine Mathenote und meine Ballmannschaft Denn Mädchen und Ballsport passen nicht zusammen, hängt ja immer noch ein Fädchen von einem Tampon dran

Krentzman

Autor

Zwischen Narzismus und Narkolepsie. Dramatischer als nötig. Mio Mate Ingwer ist die Beste. On my way to become a magical ghibli girl. Du bist, was du liebst. Machen ist die beste Medizin. "Die Schulhofregeln gelten ewig." Vollständiger Pokédex. Selbstliebe ist Weltliebe. Meine Superkraft ist Sodbrennen. Cartoons sind Kunst. Young Hug. Rette die Prinzessin nur, wenn sie es will. Hühner sind witzig. Gedankenhygiene first. I just like liking things.

Laura Klar

Autorin

Mein Weg zu diesem großartigen Projekt begann nicht nur aus dem Innersten meiner Mutter, sondern vor allem auch auf den HipHop Jams der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Minden. Auch wenn mich diese Zeit musikalisch stark geprägt hat, musste ich dort weibliche MCs leider immer vermissen. Als ich für mein Germanistik- und Soziologiestudium nach Hamburg zog, hatte ich große Hoffnung, dass sich daran etwas ändern würde - bis auf wenige Ausnahmen leider vergeblich. Deswegen hatte ich mich innerhalb eines Praktikums bei dem Musikradiosender ByteFM dazu entschlossen, eine einstündige Sendung über Frauen im HipHop zu produzieren und dabei gemerkt, dass es mehr als ausreichend weibliche* MCs gibt, von der die Welt gehört haben muss. Vor allem Princess Nokia und The Buttress waren zu dieser Zeit Dauerschleife und Inspiration für mich. Für meinen Abschluss und zum Nestbauen zog es mich nach Leipzig. Lina lernte ich – wo auch sonst – auf dem Splash-Festival kennen. Nachdem 365 Female* MCs ihren ersten Geburtstag feierte, fühlte ich mich sehr geehrt zwei Specials für das Projekt schreiben zu dürfen und freue mich bis zum Mond und zurück, dass mittlerweile ein so passioniertes Team auf die Beine gestellt wurde und der Female*-Rap Support neue Dimensionen annehmen kann. Außerhalb dieses Kosmos arbeite ich in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Film sowie dope Musik bei Mona Lina :herz: Alle übrigbleibenden Stunden widme ich der Liebe für Hund und Freund (genau in dieser Reihenfolge), Konzerten, Comics und gutem Essen. Wenn dann noch Euros vorhanden sind, kehre ich Deutschland gerne mal den Rücken zu oder schlafe mir selbigen auf Festivals kaputt. Um 365 Female* MCs die Stimme von Little Simz zu verleihen: „See they want us to be small but we stay bigger.“

Lena Frings

Autorin

Manchmal vergesse ich schlafen zu gehen, weil ich gerade neue Musik entdeckt habe und dazu durchs Zimmer tanzen muss. Oder ich bleibe wach, weil ich an einer Geschichte schreibe. So etwas ist eigentlich nicht das erste, was man Leuten von sich erzählt. Aber es sind ungefähr die Gründe, die mich zu 365 Female*MCs gebracht habe. Es ist schön inspiriert zu werden und etwas zurück geben zu können, Frauen Gehör zu verschaffen, die gehört werden sollten. Hier ist jeder einzelne Blogeintrag die Tür zu einer großen Geschichte und alle Einträge zusammen sind ein unterstützenswertes Projekt. Was ich sonst so mache: Philosophie und Ästhetik studieren, für das HoheLuft Magazin schreiben und gerne und viel Kaffee trinken.

Mirco Leier

Hätte mir vor zehn Jahren jemand gesagt, dass ich mit 23 (frei-)beruflich über Hip Hop schreibe, hätte mein damaliges Emo-Ich wahrscheinlich Tränen gelacht. Aber wie es das Schicksal so will, hab ich seitdem meine Slipknot-Poster von der Wand gerissen und meine verschwitzte Kutte gegen ein paar (sinnbildliche) Baggies ausgetauscht. Die Einstiegsdroge hieß Slim Shady. Von da an ging’s dann ganz schnell. Outkast, Lauryn Hill, Three 6 Mafia, Missy Elliott: Alles was ich im Internet entdeckte, oder auf Flohmärkten zu greifen bekam, landete auf dem Plattenteller. Parallel dazu brach ich mein Kulturanthropologie-Studium ab, packte meine sieben Sachen und entschied mich, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Nach zahlreichen Praktika, landete ich beim Radio, wo ich aktuell mein Volontariat als Musikredakteur absolviere. Das Schreiben, das ich schon als kleines Kind für mich entdeckte, gab ich allerdings nie auf. Laut.de gab mir erstmals die Möglichkeit meine Hirngespinste in die weite Welt hinauszutragen. Seitdem bin ich bemüht, diesen Hirngespinsten eine noch größere Plattform zu geben. 365 Female* MCs erlaubt mir nicht nur genau das, sondern ermöglicht mir auch meinen musikalischen Horizont zu erweitern und euch davon zu überzeugen, dass Hip Hop keine heteronormative Salami-Party ist. Ich sag’s mit Janelle Monáe: “Mansplaining, I fold ‘em like origami / What’s a wave baby? This a tsunami / For the culture, I kamikaze. I put my life on a life line. If she the GOAT, now would anybody doubt it? / Do anybody got it? I say anybody got it!.

moody_witch_Jana

Autorin

Seit 2014 habe ich mich nach ein paar Workshops und Youtubetutorials dazu entschieden, selbst das Mic zu ergreifen. Als Rapperin Witch ist mein Ansinnen feministische Utopien zu feiern und Kritik zu üben. Dabei ist mir sellbstredend klar, dass ich viel dazu beitragen kann, damit die Welt sich positiver verändert und ich aber auch Teil des Problems bin, wenn es beispielsweise um rassistische Diskrimminierungen geht. Ich mag Boom Trap a la Blimes und höre generell sehr viel gesellschaftskritischen Rap von weiblchen und queeren Rapper*innen. Mein Studium der Gender Studies und Kulturwissenschaften haben mich sehr dafür sensibilisiert wie wichtig Sprache sein kann, um diejenigen zu repräsentieren, die im Mainstream oft übersehen oder wegignoriert werden. 365 Female* MC´s spricht mir aus dem tiefsten Herzen, weil hier die „Wegignorierten“ ihren selbstverständlichen Platz erhalten. Mein politisches Engagement und die Leidenschaft zu Rap sind hier bestens aufgehoben.

Nelleke Schmidt

Autorin

Auch, wenn sie es damals nicht als Deutschrap bezeichnete: Meiner Mutti habe ich zu verdanken, dass Hiphop die wichtigste Komponente meines Lebens darstellt. Die deutschsprachige Musik habe ich in die Wiege gelegt bekommen und inzwischen orientiert sich mein Alltag daran. Über die Jahre sind neben Rap selbst besonders Konzerte meine größte Leidenschaft geworden. Das Gefühl, mit geschlossenen Augen in einer Menschenmenge zu stehen und den Bass im Bauch zu fühlen, wird für mich niemals etwas toppen. Wochenenden ohne Event gibt es bei mir nicht mehr. Lange Zeit habe ich mit mir selbst gekämpft, ob ich Hobby und Beruf voneinander trennen oder miteinander kombinieren möchte. Ein Umzug nach Hamburg und ein medienwissenschaftliches Studium zeigten mir: Für mich gibt es keine berufliche Zukunft ohne Musik, ohne Events, ohne Hiphop. Der Umzug nach Berlin kam dann schneller als gedacht, ebenso wie der Wechsel in das Publizistik- und Filmstudium. Und Träume scheinen wahr zu werden, oder zumindest beginnen sie das langsam, denn die 14-Jährige Nelle würde nur mit offenem Mund dastehen, wüsste sie, welche Rolle Rap heute in meinem Leben spielt. Angefangen hat alles mit dem Schreiben für verschiedene Print- und Onlinemedien – erst über Events, dann auch Rezensionen, Portraits und alles, was dazu gehört. Es folgten der eigene Interviewpodcast und eine monatliche Sendung im Radio, beides abgesehen von der Produktionshilfe meines Freundes selbstständig auf die Beine gestellt. Heute an dieser Position zu sein, bedeutet mir die Welt. Lange ist es mir schwer gefallen, überhaupt zu meinem Musikgeschmack zu stehen, mit meiner Liebe zu Hiphop war ich früher Außenseiterin. Ich habe an der Szene und damit verbunden immer wieder auch ein Stück weit an meiner eigenen Weiblichkeit gezweifelt. Das erste Mal, dass ich mich durch eine weibliche Stimme empowered gefühlt habe, verdanke ich Jennifer Rostock. „Trau keinem System, trau nicht irgendwem / Lass dich nicht von Zucker und Peitsche zähmen“. Über die Zeit habe ich gelernt: Weiblichkeit und Hiphop, das schließt sich nicht aus. Und heute stehe ich hier, mit einem Selbstbewusstsein und einer Liebe für die Szene wie noch nie zuvor.

Niklas Wilhelm

Autor

Mein Name ist Niklas, ich lebe in Hamburg und quäle mich aktuell durch die finale Phase eines Kulturwissenschaften-Masterstudiums. Rap prägt seit über 15 Jahren mein Weltbild und Moralkompass. Was mich in dieser ganzen Zeit immer wieder an diese Kunstform fesselt, ist die einzigartige Weise, Geschichten zu erzählen. Unter anderem deshalb habe ich vor einiger zeit auch das (journalistische) Schreiben für mich entdeckt. Allerdings habe ich seit einigen Jahren das Gefühl, zu viele Perspektiven und Geschichten des Rap-Spiels bereits zu kennen. Das liegt in meinen Augen vor allem an den fast ausschließlich männlichen Hauptcharakteren unseres Rap-Universums. Das erste Jahr 365 female* MCs war daher wie eine (leider persönlich viel zu spät) aufgestoßene Tür in eine neue (Rap-)Welt. Ich freue mich riesig darauf bei der Fortführung dieser großartigen Idee dabei zu sein, neue Rapperinnen kennen zu lernen und auch international noch mehr zu entdecken. 'Cause I don't need that stress, I'm a boss in a fucking dress!

Partisana Parmigiana

Autorin

Gran Parmigiana Mikrofoncheck, hier kommt Partisana, die aus der Heidelberger Altstadt die Female*MC flows checkt. Für mich ist Rap Philosophie, epische Dichtung, Vielfalt in jeglicher Richtung. Literatur unserer Zeit. „Baby, don’t worry. You know that you got me“, singt Erykah Badu im Refrain Black Thought entgegen. Der track ist das Porträt einer äußerst stabilen, vertrauensvollen Beziehung. Beide Parteien wissen, dass nichts für ewig ist – wissen aber auch, was sie aneinander haben. Damit lässt sich wohl am Besten meine Beziehung zur HipHop Kultur repräsentieren. Each.One.Teach.One: denn HipHop und 365Female*MCs steht für mehr als nur das eigene Ego und schafft eine Brücke zwischen Ästhetik und Ethik. Bella ciao!

Penelope Braune

Autorin

Als durch und durch 1990er Jahre Kiddo, war meine Kindheit von zwei großen Leidenschaften geprägt: der Liebe und Faszination für erstens Musik, sodass MTV, als es noch cool war, den lieben langen Tag zuhause lief sowie zweitens für Bücher bzw. Literatur! Einprägsamste Erinnerungen dazu: zum ersten Mal das Video zu The Prodigys „Firestarter“ zu sehen sowie Lauryn Hills Stimme in „Killing me softly“ zu hören - mind blowing als 5-Jährige! Und obwohl mein fester Kindheitsplan war, später mal Mathematikerin zu werden (fragt nicht!), führte mich mein Weg dann doch zunächst in die Musiktheaterwelt in den Bereich Dramaturgie/Regie und letztlich zum Studium der Kultur- und Musikwissenschaft nach Berlin, worin ich nun auch meine Promotion im Bereich der Female HipHop Studies angehe! Dennoch halt ich nichts davon, "nur" in der eigenen heilen Bubble zu verweilen und engagiere mich in meiner freien Zeit intensiv für zwei Herzensangelegenheiten: Zivile Seenotrettung sowie Female Empowerment! Insofern ist es mir auch ein inneres Blumenpflücken, künftig auch bei 365 Female MCs sinnstiftend mitmischen zu dürfen, denn wie die großartige Lauryn Hill schon predigte: „Girlfriend, let me break it down for you again/ You know I only say it cause I'm truly genuine/ Don't be a hard rock when you really are a gem/ Baby girl, RESPECT is just a minimum!“

Ronja alias Tümp

Autorin

Es begann mit Kool Savas, und wenn ich ganz ehrlich bin mit LMS. Ich war 12 oder 13. Es war auf die Fresse, es war hart, es war anders. Und ich liebte es. Und so ging es weiter: Eminem, Wu Tang Clan, später dann Aggro und KIZ – sehr viel KIZ. Ich begann mich einzulesen, einzuhören; immer weiter zogen mich HipHop und Rap in ihren Bann und wurden zu einem bedeutenden Teil in meinem Leben. Dass ich selber rappen könnte? Obwohl ich mich erinnere, mit 15 selbst die ersten Texte geschrieben zu haben, fand der Gedanke schlicht in meinem Kopf nicht statt. Einmal traf ich auf einem Medien-Seminar Sleepwalker und fragte ihn, weshalb es so wenige weibliche MCs gibt. „Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht“, war seine entwaffnend ehrliche und wenig reflektierte Antwort, was darauf folgte so einfach „Mach es doch selbst!“. Ich war 18 und bis dahin tatsächlich nicht von selbst darauf gekommen. Ich fing an zu rappen. Und natürlich musste sich in meinen Texten der Rap widerspiegeln, den ich auch konsumierte. Bloß war ich eine Frau, ich wusste gar nicht so recht, wie sich das darstellen könnte. Mir fehlten Vorbilder, mir fehlten Inhalte. Ich war mit durch und durch maskulinem Straßenrap aufgewachsen und wollte doch keine Gangster-Rap-Lügen erzählen – ich studierte Germanistik, das meiste Gangster an mir, war der Rap, den ich hörte. Damals hatte Rap noch einen anderen Ruf – vor allem Deutschrap. Wenn ich einem meiner Kommiliton*innen von meiner musikalischen Leidenschaft erzählte, hatte ich mit Yo! Yo! Yo! und merkwürdigen Handbewegungen zu rechnen. Dabei verstehe ich bis heute nicht, was der Unterschiede zwischen Amewu und Goethe sein soll. Ich begann mich auch wissenschaftlich mit Rap auseinanderzusetzen. Und schließlich verwirklichte ich in meiner Masterarbeit eine Aussage, die ich ein paar Jahre vorher einmal daher gesagt hatte: Ich schrieb meine Masterarbeit über Formen und Funktionen von Intertextualität in deutschen Rap-Texten. Wozu hatte ich denn sonst 15 Jahre nebenbei Rap studiert. Ich bekam übrigens eine 1. Vielleicht auch, weil ich bei meiner Verteidigung die unbestreitbare Expertin auf einem Teilgebiet war. Während es für mich ebenso schwer wäre, eine Lieblings-Rap-Zeile eines männlichen MCs zu wählen, muss ich gestehen, dass es mir schwer fiel, eine female MC Zeile zu wählen. Und dann fiel mir dieser Song von Sookee ein, der Grund, warum ich bei 365 Female MCs mitmache. „ich hab Rap immer geliebt/ Immer gepumpt und gefeiert doch noch mehr gehasst / Was hätt ich ohne diese Rapper Rapists alles verpasst .../ Wann hat ein Mann je gezweifelt, ob es ihm zusteht zu rappen“ Die letzte Zeile verpasst mir noch immer Gänsehaut. Für mich ist das Rappen selbst zwar vorbei, aber Rap wird mich niemals loslassen. Ich freue mich extrem, dass es mittlerweile vielmehr Rapper*innen als Vorbilder gibt. Aber der Kampf ist noch nicht vorbei Ladies*! Keep going!

Tobias Eßer

Autor

Im vergleichsweise ruhigen Bonn aufgewachsen, war der Weg zum HipHop für mich nicht wirklich vorbestimmt. Zwar begann meine musikalische Sozialisierung mit Linkin Park und Limpbizkit irgendwann in den frühen 2000ern, jedoch entschied ich mich nach dieser Anfangsphase eher für Hardcore als für Rap. Die nächsten Jahre tingelte ich deshalb durch die Jugendzentren der Käffer in der Umgebung der alten Bundeshauptstadt und hatte weder mit Beats, noch mit Rhymes viel zu tun. Das änderte sich allerdings mit den ersten Alben von KIZ, F.R. und “Game Over” von Azad. Durch HipHop entdeckte ich auch neben der Politik und auch die Sprache für mich, weshalb ich mich nach dem Abitur entschied, journalistisch zu arbeiten. Mittlerweile schreibe ich für das Online-Magazin Krautreporter, die Jungle World und für dieses wunderbare Projekt hier. Wenn ich nicht gerade an Texten sitze, stehe ich entweder in der Handball- oder Konzerthalle, außerdem produziere Videos für funk. Da Rap für mich deutlich zu männlich ist, freue mich sehr darauf, bei 365 Female* MCs mitzuwirken und euch nicht nur krasse Rapperinnen vorzustellen, sondern auch meinen musikalischen Horizont zu erweitern. Die letzten Worte gebe ich an Sookee, die (nach Lady Bitch Ray) meine zweite Rapperin war, die ich viel gepumpt habe und die auf ihrem Song Zusammenhänge mein Verständnis von Hiphop definiert: "Rap war immer politisch, immer gegen Rassisten Doch Statements mancher Rapper ähneln in Teilen den der Faschisten Nie wieder no homo, nie wieder rape, ich guck nicht weg Ich brüll alerta antifascista und spuck auf rechts!"

Illustration

Anissa Carrington

Illustratorin

Ich bin Anissa, bin im Süden aufgewachsen und lebe, nach Zwischenstationen in Paris, Würzburg und Berlin, seit 2015 in Hamburg. Tagsüber arbeite ich als freie Art Direktorin und Designerin, sowohl für eigene Kunden (viele aus dem Musik-/Kultur-/Clubbereich) als auch für Design- und Werbeagenturen. Im Frühjahr 2018 habe ich das Hamburger Chapter von „Ladies, Wine & Design“ co-gegründet. LW&D ist ein Kreativ-Social-Club, begann 2016 in New York und verbindet in mittlerweile über 200 Chaptern weltweit die Frauen und nicht binären Personen der Kreativbranche bei monatlichen Events. Da ich aber schon als Kleinkind auf dem Tresen im Plattenladen meines Vaters rumgeturnt bin, und der erste DJ, den ich kennenlernte, mein Patenonkel ist, war schon immer klar, dass nicht nur visuelle Kreativität, sondern auch Musik und insbesondere HipHop nicht aus meinem Leben wegzudenken sind. Seit fast zwei Jahren darf ich unter meinem Kindheitsspitznamen Nissa in verschiedenen Clubs und auf Festivals in ganz Deutschland meine Lieblingsmusik spielen. Mein Stil ist geprägt von meiner Soul-, Disco-, Funk- und early HipHop-lastigen musikalischen Früherziehung, dem RnB und Pop, den ich als früher Teenie verehrt hab und den düsteren Sounds aus Houston, Atlanta und Memphis, die aus dem Zimmer meines großen Bruders zu mir durchdrangen. Obendrauf bin ich der neugierigste Mensch der Welt und immer auf der Suche nach neuen Tunes. Ein guter Freund hat dazu mal gesagt: „Am Ende der Nacht ist es Seelenmusik mit Booty und alle sind glücklich.“ Das find ich gut so.

extended.experience

Illustratorin

extended.experience - hinter diesem Künstlerinnenpseudonym steckt eine Illustratorin, DJ und Eventmanagerin aus Wien. Ganz im Sinne von Erykah Badu – „It’s bigger than religion, hip hop… it’s bigger than the government” – dreht sich bei mir alles um die HipHop-Szene. So habe ich meine Finger bei der Orga von Freestyle Battles und HipHop-Events wie z.B. Wetterleuchten mit im Spiel. Als DJ supporte ich gern Künstlerinnen on Stage und konnte mir selbige bereits mit Yasmo, Ms DEF, Nora Mazu und vielen mehr teilen. Wenn ich nicht gerade auf oder hinter der Bühne stehe, zeichne ich und tobe mich in den Bereichen Animationen, 3D Grafiken und Augmented Reality Filter aus.

Hannah Szinovatz

Illustratorin

Hallöchen, einmal ganz kurz: ich bin Hannah oder Rudi, ist beides ok. Hannah kommt aus Wien, hat in Berlin Mediendesign studiert und arbeitete als UX-Designerin. Rudi kommt selten raus, schreibt hin und wieder, macht was sie will und arbeitet hart. Beide illustrieren leidenschaftlich gerne und am liebsten Frauen: kleine Frauen, große Frauen, junge Frauen, alte Frauen, dünne Frauen, dicke Frauen, nackte Frauen, Trans*frauen, nonbinären Frauen, Frauen die rappen und viele mehr... Deshalb bin ur glücklich ein Teil dieses Projektes sein zu dürfen, wie Ebow sagt: „Denn ich rap wie ne Pussy Mach Tracks wie ne Pussy Schreib Texte und fuck it, ich flex wie ne Pussy“ Bussi

Henrike Ott

Illustratorin

Hey, ich bin Henrike. Ich lebe in Berlin als freie Grafikdesignerin. Das mache ich gefühlt schon eine halbe Ewigkeit, zumindest das mit dem Grafikdesign. Von Anfang an hatte das auch irgendwie immer mit Illustration zu tun. Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, wo ich Ende der 90er meine Liebe zu Hip Hop entdeckte, die mich seitdem nicht mehr loslässt. Seit ich in Berlin lebe, verbindet sich meine Arbeit zusehends mit dem Thema Musik, weshalb ich super happy bin, Teil dieses Projekts zu sein.

julesaurus

Illustratorin

Karo Berndt

Illustratorin

Mein Name ist Karo, ich bin freie Senior Art Direktorin und lebe in Hamburg. Neben meinem Beruf, widme ich mich vielen kleinen und größeren Side Hustles. Die meiste Zeit nimmt dabei die Organisation einer monatlich stattfindenden Eventreihe namens „Ladies, Wine & Design“ ein. Diese Salon Nights richten sich an Frauen und nicht binäre Personen der Kreativbranche und bieten eine Plattform zur Vernetzung und Sichtbarmachung der zahlreichen tollen Ladies der Hamburger Kreativlandschaft. Seit 2018 lege ich unter dem Namen KAPRI deutschlandweit in Clubs und auf Festivals am liebsten Deutschrap auf. Ein Jahr davor entschied ich mich dazu, mich intensiver mit den Zusammenhängen und Hintergründen auseinanderzusetzen, die zum Beispiel zum deutschlandweiten Clubsterben führen, den Clash zwischen Hoch- und Popkultur verursachen und die im Zuge der Digitalisierung Herausforderungen und Chancen für Kultureinrichtungen bringen. Dafür begann ich 2017 ein nebenberufliches Studium „Kultur- und Medienmanagement“ am Institut KMM der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Ansonsten verbringe ich meine Freizeit damit zu skaten, Bilder an Wände zu malen und einen Gedichtband über innerdeutsche Zerrissenheit 30 Jahre nach der Wiedervereinigung zu schreiben.

lauraofthings

Illustratorin

Hey, ich bin Laura und mache Dies und Das – lauraofthings halt. Ich lebe in Berlin und arbeite freiberuflich als Kommunikationsdesignerin und gestalte von Verpackungen, Corporate Designs, Websites und Apps bis Merchandise für meine Lieblings-RapperInnen, den ich dann auch gerne auf Tour am Merchandise-Stand verkaufe. Zwischendurch mache ich meinen eigenen Krempel und illustriere zum Beispiel "fuck yous" mit Herz, die ab und zu auch auf Klamotten, Postern und Sticker landen. Ich freue mich sehr nun ein Teil von 365 Female MCs zu sein und meinen Rapperinnen-Horizont zu erweitern, während ich die Girls illustrieren darf.

Lisa Büchse

Illustratorin

Hey! Lisa hier. Ich habe ein Kommunikationsdesign Studium hinter mir, wohne in Berlin und bin hauptsächlich als Illustratorin und Künstlerin tätig. Seit einigen Jahren verfolgt mich die Collage als Gestaltungstechnik und Ausdrucksform – analog sowie digital. Wenn ich nicht gerade auf einer Ausstellung oder einem Konzert rumfliege, dann sieht man mich irgendwo auf der Suche nach Schnipseln und Farben für das nächste Bild. Dieses Jahr übernehme ich mit Nic die Dekoleitung für das Feel und Artlake Festival, was ich neben meiner Collagen-Sucht am Liebsten mache – den ganzen Tag Bauen, Malen und draussen sein. Homepage coming soon, bis dahin auf Instagram. Ciao. Lisa. Büchse. „Dope these females you know this shit hot.“ - Akua Naru

Mäd

Illustratorin

Hi, ich bin mäd und arbeite die meiste Zeit als selbstständige Kommunikationsdesignerin & Illustratorin. HipHop begleitet mich seit ich denken kann - besonders Deutschrap. Meine Liebe zu diesem Genre gipfelte in einer Bachelorarbeit über die Geschichte und Entwicklung des HipHop in Stuttgart - meiner Heimatstadt und aktueller Wohnort. Die Arbeit bereitete mir so unfassbar viel Spaß, dass ich es bis heute vermisse. So war auch der Weg zu 365femalemcs. Als ich gesehen habe, das Illustrator*innen gesucht werden bewarb ich mich direkt. Ich freue mich auf neue Herausforderungen und darauf, mein HipHop-Illustrations-Portfolio erweitern zu können. Vor allem, weil es um den Support und die Bekanntmachung von female* Artists geht!

Miriam Schlaich

Illustratorin

Du kannst dir wahrscheinlich schon denken, dass ich Hip Hop mag und gerne illustriere. Inspiriert fühle ich mich dabei zum Beispiel von Haiyti, weil ich sie verrückt und unfassbar kreativ finde, Layla, weil sie weiß, was sie will und ihre Attitude einfach nice ist, Cash-Miri, weil sie krass ehrlich und reflektiert ist, und Jorja Smith, weil sie so viel Kraft und Leidenschaft ausstrahlt. Um nur ein paar zu nennen, die mich auf meinem Weg begleiten. Ganz im Sinne von Haiyti: "Ich lass mein altes Leben hinter mir, denn ich habe nichts zu verlieren" hab ich Bock und freue mich jetzt hier dabei zu sein! Peace

Nic Rauch

Illustratorin

Hi, ich bin Nic. Nein, das ist kein Männername. Aufgewachsen in einem kleinstädtischen Ghetto im Hessischen Hinterland, habe ich die letzten Jahre Kommunikationsdesign in Würzburg studiert. Seit kurzem lebe ich in Berlin. Dieses Jahr arbeite ich für das wunderschöne Artlake und Feel Festival als Dekoleitung. Als Kommunikationsdesignerin fotografiere ich gerne (viel), analog (teuer), bewege Bilder, mache Social Media und alles, was mit Grafikdesign zutun hat. Vorallem liebe ich Magazine und Editorials. Mich interessiert am meisten was sich hinter Menschen und Geschichten verbirgt, was sie antreibt, welche Werte sie haben und welche Story sie erzählen. Im Studium habe ich ein feministisches HipHop Magazin namens KLIT Mag gemacht, mein Herzensprojekt. Für insgesamt drei Ausgaben war ich in Bangkok und London und habe dort recherchiert, Interviews geführt und eine Ausstellung konzipiert. Was sich seit der 1. Ausgabe im Juni 2017 bei female* MCs und Frauen in der Szene, vor und hinter den Kulissen in ihrer Sichtbarkeit getan hat, ist immens. Aber noch lange nicht genug. Außerdem interessiere ich mich thematisch für alles was mit intersektionellem Feminismus, Gesellschaftskritik, Klassismus, Mentaler Gesundheit und Rap zutun hat. Die Ursprünge des HipHop vereinen für mich genau das. Deswegen freue ich mich, bei 365 female MCs das alles verbinden zu können.

Senta Kammerer

Illustratorin

Ich lebe und arbeite seit 2015 in Berlin und habe während meines Studiums des Illustrationsdesigns bereits für Magazine und Künstler*innen illustriert. Nebenbei hatte ich das Glück, neben der Illustration auch meine Malereien in einigen Ausstellungen sowohl in Berlin als auch in Stuttgart zeigen zu können.

tempire040

Illustratorin

Vanessa Seifert

Illustratorin

Die Kurzfassung: Ich mache "irgendwas mit Medien". Die lange Version: Mein Name ist Vanessa Seifert, ich lebe in Berlin und bin gelernte Mediengestalterin in der Fachrichtung "Gestaltung und Technik", damit verdiene ich auch mein Geld. Doch meine erste große Liebe ist und bleibt Hip Hop, der ich am liebsten jede freie Minute widme. Ich schreibe für rap-n-blues.com, führe Interviews, fotografiere Konzerte, unterstütze den Podcast “Deine Homegirls” redaktionell und wenn dann noch Zeit ist, illustriere ich unfassbar gerne – und wer hätte es gedacht: Am liebsten natürlich Rapper*Innen. Oder um es mit Dynastys Worten zu sagen: “This is what I do, can you feel me?”

Sonstiges

Rebecca Pelvan

Social Media Managerin

Mein Name ist Rebecca Pelvan. Ich lebe aktuell in meiner Wahlheimat Leipzig und bin hier zu 365 Female* MCs gestoßen. Nach einer kurzen Punkphase bin ich bei HipHop hängengeblieben und verbinde heute gerne beides v.a. im deutschen Politrap. Als 90s Kid bin ich aber natürlich an den ganz Großen nicht vorbeigekommen und habe viele Nächte auf dem Splash durchgefeiert. Rap und HipHop haben für mich etwas sehr kraftspendendes und sind empowernd. Ich kann dazu nicht nur die ganze Nacht durchtanzen, sondern auch daheim mal richtig schön emotional werden und mit meiner Hündin Knödel ein kleines Breakdance Battle abhalten. Wenn ich nicht grade Musik höre, backe ich auch mal Kuchen, häkel alles mögliche, zocke mit meinen nerdy Freund*innen stundenlang Brettspiele oder versuche das Patriarchat zu zerschmettern. Dabei versuch ich mir immer treu zu bleiben - frei nach dem Motto: Scheiß auf Authentizität, ich will einfach nur ich selbst sein.

Benjamin Sonnenschein

Technische Umsetzung

Hi, ich bin Benjamin! Vor über 13 Jahren habe ich meine erste Webseite, damals noch mit einfachsten Mitteln in HTML umgesetzt. Seitdem darf ich Teilen meiner Leidenschaft als Freelancer in diversen Projekten von Privatpersonen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Agenturen nachkommen. 365femalemcs.com aber ist anders! Es ist ein Herzensprojekt und ich freue mich, Teil eines wirklich außergewöhnlichen Teams zu sein, die alle meine Leidenschaft zur Musik und zum HipHop teilen.

Unsere Patrons

Vielen Dank an alle, die uns via Patreon mit einem kleinen monatlichen Beitrag unterstützen und dafür sorgen, dass „365 Female* MCs“ weitergehen kann. Die folgenden Patrons unterstützen uns mit mindestens 10 Euro/Monat:

Aischa S.
Anne H.
Daniel Kraut
Daniel W.
Josephine Hage
Krentzman
say say – soulful hip-hop radio
Simon H.
Snessia
Tom R.
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