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Miss Kam

Miss Kam

https://twitter.com/heymisskam/status/1339949982829449221?lang=de

„Ich habe darüber nachgedacht, wie ich das Telefon meiner Mutter benutzte, um mich selbst beim Singen aufzunehmen”, erzählt sie über ihre Jugend, „es war nichts, das ich jemals aufgeschrieben hätte, ich habe mir einfach auf der Stelle Songs ausgedacht.” Schnelle Takte und passende Texte flogen der jungen Sängerin schon immer zu. Dieses Talent half Miss Kam bereits zu Beginn ihrer Karriere. In kürzester Zeit stieg sie zu einem der vielversprechendsten Acts Baltimores sowie einem wichtigen Bestandteil der Musikszene der Stadt auf.

2017 bekam sie ihren ersten Hype über den Hashtag #FreestyleFridays – über den die damals 21-Jährige Videos auf Twitter veröffentlichte. Nach einiger Zeit reagierte auch ihr Idol auf eines dieser Videos: Missy Elliott. Von da an sang die Künstlerin auf großen Bühnen und veröffentlichte ihre Debüt-EP sowie das erste Album. Ihre Heimat Baltimore verließ sie dabei nie, sie blieb ihren Wurzeln immer treu.

Sehr wichtig sind Kam in ihrer Karriere die Titel, die sie sich gibt. Nur als Rapperin bezeichnet zu werden, reicht ihr nicht. Sie möchte nicht in Schubladen gesteckt werden, denn sie hat mehr Talente als nur das Rappen. Ihre Songs variieren von knallharten, düsteren Reimen auf schnellen Beats bis hin zu sanften, harmonischen Tracks, auf denen sie ihre Stimme präsentiert. Ihre Vielseitigkeit zeigt sich in Kollaborationen mit Künstlern wie Baby Kahlo oder Zadia – Beweise dafür, dass ihr Sound nicht an einen Stil gebunden ist.

Nachdem Miss Kam für ihre Freestyle-Videos viel Aufmerksam erhielt, gab ihr Kollege Doowy Lloh den nötigen Anstoß, ihre Karriere weiter zu verfolgen. Er brachte sie ins Studio und produzierte ihren ersten Song „No Bluffin”. Von da an ging alles ganz schnell, was für die Künstlerin nur den Beweis dafür lieferte, sich auf dem richtigen Weg zu befinden. 

Noch im gleichen Jahr stand Miss Kam zum ersten Mal auf der großen Bühne. Den Rausch, den sie dort erfuhr, vergleicht die Künstlerin mit einer Art Sucht. „Es ist so, wie wenn du dich mit deinen Freunden aufgedreht fühlst. Du bist auf einer Party oder so, und wenn eine Person anfängt zu singen, dann singen alle anderen auch, und dann ist die ganze Party in vollem Gange.“ Eigentlich hasst es Miss Kam, im Mittelpunkt zu stehen. Doch sobald sie eine Bühne betritt, sei das kein Problem mehr: „Es macht wirklich Spaß, für mich ist es wie eine Riesenparty, jedes Mal.” 

Eines ihrer größten Highlights ereignete sich im Oktober 2020. Für ihren #FreestyleFriday lud Kam ein Video hoch, in dem sie auf die Beats einer ihrer Idole rappte: Missy Elliott. Die Reaktion des Stars folgte zwar erst anderthalb Monate später, aber sie kam. In einem Tweet reagierte die Rapperin auf den Song „We Are the World” zusammen mit Zadia.

Im Mai 2020, passend zum Geburtstag der mittlerweile 25-Jährigen, erschien ihre Debüt-EP „Birthday Pack”. Die kleine Auswahl an Songs zeigt eine Momentaufnahme ihres Talents, mit verschiedenen Stilen zurechtzukommen. In „Nasty” spielt sie mit den typischen Sounds aus New Orleans. Auf „Never Ever” glänzt sie mit 70er Jahre Soul-Sounds. Auf „Solar Return” hört man die Künstlerin so stark, dass ihr zwischen den Lines keine Sekunde zum Atmen bleibt. 

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Mit ihrem Album „Two Faced” wollte Miss Kam etwas einzigartiges schaffen, etwas mit Bandbreite, Wendungen und Vielfalt. Tracks wie „FTCU” überraschen mit ganz neuen Sounds sowie Features von Ddm und Kotic Coture. „Problem Child” und „Fight Night” liefern erneut schnelle und scharfe Takte, mit denen sie ihre Fans schon seit Tag eins beeindruckte. Sogar über Themen wie die Beziehung zu ihrem Vater oder dem Glauben an Gott rappt die Künstlerin, was dem Album die nötige Tiefe verleiht. 

I ain’t going to lie, in the next two years I better be touching millions. And I’m not saying that in a cocky sense, but at this point I just know that sh*t’s got to go up, for real as long as I keep putting in the work. I’m not saying anything is going to be handed me, but I feel like as long as I keep on keeping on the way I’ve been, the blessings will keep on coming in.”

Miss Kam im Interview mit fourthquarterhq.com

Die Künstlerin befindet sich inmitten ihrer Karriere und hat noch viel vor sich. Als nächstes plant die 25-Jährige die Produktion ihrer Musikvideos, eine eigene Merch-Linie sowie endlich wieder auf der Bühne zu stehen, sobald die Pandemie es zulässt. Miss Kam ist zielstrebig und weiß, was sie will. Diese Einstellung wird die junge Sängerin sicher noch weit bringen.

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