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Alyssa Marie

Alyssa Marie

Alyssa Marie gehört zwar zum US-amerikanischen Untergrund, ist aber längst keine Szene-Newcomerin mehr. Bereits seit 2008 veröffentlicht sie Jahr für Jahr neue Musik und hat sich so einen Namen gemacht. Mit der Zeit entwickelte sie ihr Können immer weiter und veränderte so auch ihren Stil stetig, bis sie letztlich die für sie perfekte Mischung aus diversen Genres erschuf. In den letzten zwölf Jahren veröffentlichte sie vier Alben, unzählige Singles und regelmäßig auch Feature-Parts für Releases anderer Künstler:innen.

Schon früh prägten Alyssa Marie verschiedene Genres. HipHop, Soul, Rock und Reggae vermischten sich ihrer musikalischen Sozialisierung und sorgten dafür, dass sie sich nie nur auf ein Genre konzentrierte. Die aus Massachusetts stammende Rapperin beschreibt ihren daraus resultierenden Stil selbst als eine ausgewogene Mischung aus „raw & concious“ Rap. Dabei ist ihr der gesellschaftskritische Anteil jedoch bedeutend wichtiger: Mit steigender Bekanntheit und Reichweite geht für sie auch eine immense Verantwortung gegenüber der Zuhörer:innen, die man beeinflusst, einher. Trotzdem möchte sie auch anderweitigen Gedanken Platz in ihrer Musik geben, sobald es sich für sich richtig anfühlt. Sie selbst zitiert in diesem Zusammenhang ihre Line „Every villian is a hero in their version of the story“, um damit auszudrücken, dass sie selbst immer nur das tun möchte, was sich für sie richtig anfühlt, unabhängig davon, wie sie dadurch nach außen wirkt.

Zu dieser Präsenz nach außen gehört für Alyssa Marie ganz bewusst auch ihre Rolle als Frau in der HipHop-Szene. Sie möchte verhindern, Aufmerksamkeit bloß wegen ihres Geschlechts und Aussehens zu erzielen, weshalb sie sich entschieden gegen eine Inszenierung ihres weiblichen Körpers ausspricht: „I am representing for females and trying not to sell my sex to that. I am just thinking of my grandma watching me on the Grammys half naked“, bezog sie 2016 Stellung zur Präsentation ihrer eigenen Weiblichkeit.

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Ihre bereits veröffentlichten Alben sind für sie so etwas wie Zeitkapseln. Rückblickend genießt sie es, sich damit in vergangene Zeiten zurückversetzen zu können und nachzuempfinden, wie sie sich während der Produktion fühlte. Ihre Alben „HeartBeat“ (2012), „No Parades on Easy Street“ (2014) und „Louder Than Words“ (2016) entwickelten sich inhaltlich dementsprechend gemeinsam mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Privatleben weiter. Auch von ihrem nächsten Album bleibt also ein persönlicher Einblick zu erwarten, in dem sie erneut ihre aktuellen Gedanken und Gefühle einfangen wird.

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