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Anarkia Ruiz

Anarkia Ruiz

„El amor que alberga el corazón de una Mujer es fuerza sublime para salvar la Causa Humana.“ („Die Liebe, die das Herz einer Frau beherbergt, ist eine erhabene Kraft, um die menschliche Sache zu retten.“) sagte der ehemalige venezolanische Präsident Hugo Chávez über die Rolle der Frau in der Revolution. Mit diesem Zitat beginnt Anarkia Ruiz, eine Pionierin des venezolanischen female Raps, ihre erste Single aus dem Jahr 2013. „Guerreras unidas“ („Vereinte Kriegerinnen“) ist eine Hymne auf die revolutionären Frauen in aller Welt. Der Kampf für die befreite Gesellschaft zieht sich sowohl durch Anarkia Ruiz‘ künstlerisches Schaffen als auch durch ihr gesamtes Leben.

Anarkia Ruiz, die mit bürgerlichem Namen Blanca Ruiz heißt, wuchs in der bolivarischen Revolution von bereits erwähntem Hugo Chávez auf und begann schon 1999 im Alter von 16 Jahren damit, Raptexte aufs Papier zu bringen. 2001 gründete sie das HipHop-Kollektiv Mr. Scratch, mit dem sie an zahlreichen Festivals und sonstigen Veranstaltungen teilnahm. 2002 wurde Mr. Scratch im Dokumentarfilm „Venezuela subterránea“ („Venezuela Underground“) gefeatured, der die Bekanntheit des Kollektivs steigerte. Der Ruhm der Gruppe war jedoch nur von kurzer Dauer: 2006 trennten sich Mr. Scratch wegen persönlicher Differenzen, weshalb Anarkia Ruiz quasi zu einer Solokarriere „gezwungen“ wurde.

Diese Solokarriere startete mit der eingangs erwähnten Single „Guerreras unidas“, die 2013 erschien. Ein Jahr später folgte Anarkia Ruiz‘ erstes Album „Prefiero ser asi“ („Ich bin lieber so“), auf dem die Künstlerin von ihren Kämpfen als Mutter, Frau und Revolutionärin singt. Neben der Arbeit an ihrer Musik versucht Anarkia Ruiz, die Vernetzung südamerikanischer Frauen im HipHop voranzutreiben: Ihre Single „Desahogo“ („Entlastung“) ist auch auf einem Sampler des Kollektivs somos mujeres somos hip hop latinoamerica (Wir sind Frauen, wir sind lateinamerikanischer HipHop) vertreten.

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Anarkia Ruiz hat einen der Grundsteine für female Rap in Südamerika gelegt. Bis heute spittet sie wütende Rhymes über den Kampf der Frauen für Gleichberechtigung auf BoomBap-Beats und arbeitet an Strukturen, in denen Frauen frei von Diskriminierung ihren Weg in die HipHop-Szene gehen können. Diese Strukturen seien unendlich wichtig, sagt Anarkia Ruiz: „Durchs Reimen schaffen wir dass viele Frauen aufschreien, reden und dass sie gehört werden. Dass sie mit jedem Lied merken, sie sind nicht allein, dass wir lebendig sind und dass unsere Gedanken frei sind. Dass ihr Kampf unser Kampf ist und dass er nicht umsonst ist.“

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