Tobias Eßer

Autor

Im vergleichsweise ruhigen Bonn aufgewachsen, war der Weg zum HipHop für mich nicht wirklich vorbestimmt. Zwar begann meine musikalische Sozialisierung mit Linkin Park und Limpbizkit irgendwann in den frühen 2000ern, jedoch entschied ich mich nach dieser Anfangsphase eher für Hardcore als für Rap. Die nächsten Jahre tingelte ich deshalb durch die Jugendzentren der Käffer in der Umgebung der alten Bundeshauptstadt und hatte weder mit Beats, noch mit Rhymes viel zu tun. Das änderte sich allerdings mit den ersten Alben von KIZ, F.R. und “Game Over” von Azad. Durch HipHop entdeckte ich auch neben der Politik und auch die Sprache für mich, weshalb ich mich nach dem Abitur entschied, journalistisch zu arbeiten. Mittlerweile schreibe ich für das Online-Magazin Krautreporter, die Jungle World und für dieses wunderbare Projekt hier. Wenn ich nicht gerade an Texten sitze, stehe ich entweder in der Handball- oder Konzerthalle, außerdem produziere Videos für funk. Da Rap für mich deutlich zu männlich ist, freue mich sehr darauf, bei 365 Female* MCs mitzuwirken und euch nicht nur krasse Rapperinnen vorzustellen, sondern auch meinen musikalischen Horizont zu erweitern. Die letzten Worte gebe ich an Sookee, die (nach Lady Bitch Ray) meine zweite Rapperin war, die ich viel gepumpt habe und die auf ihrem Song Zusammenhänge mein Verständnis von Hiphop definiert: "Rap war immer politisch, immer gegen Rassisten Doch Statements mancher Rapper ähneln in Teilen den der Faschisten Nie wieder no homo, nie wieder rape, ich guck nicht weg Ich brüll alerta antifascista und spuck auf rechts!"

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